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23 Mar 2016

Angst vor Präsentation

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Die Kundin hatte geplant, vor einer Gruppe von ca. 70 Personen eine Rede zu halten, doch allein schon der Gedanke daran, brachte sie zum Schwitzen und Zittern.

NLP- Intervention

Die Kundin wurde eingangs gebeten ihre Augen zu schließen und die Situation zu beschreiben, welche sich vor ihrem inneren Auge abspielte. Obwohl es sich um einen Film handelte und nicht um ein Bild und dieser Film laut ihrer Beschreibung sich eher im Dunkeln abspielte, sah sie hunderte von Personen, welche sich sehr nahe um sie herumbewegten und diese Nähe, verbunden mit der großen Anzahl der Personen, war für ihr Nervenkostüm entschieden zu viel. Sie konnte sehr gut beobachten, wie der Film weiter lief, was die Anwesenden taten und während sich der Film weiter abspulte, verschlechterte sich nach und nach ihr innerer Zustand.
Das ist der normale Ablauf eines Horrorfilm-Klassikers. Du setzt dich gemütlich zu Hause in dein Sofa und hast dich ganz freiwillig dazu entschlossen einen Horrofilm anzusehen, den du dir so zu deinem Vergügen reinziehen willst, und, in dem Moment wo er dir dann an den Nerv geht, machst du was? Nimmst die Fernbedienung und zappst, richtig? Oder aber, wenn dir eine Szene zu grausam wird, wendest du dich einfach ab, oder vergräbst dich ins Kissen, siehst nach deinem Kuscheltier!
Wenn du dir hingegen in deinem Kopf selbst einen Horrorfilm insatlliert hast, scheint es, dass man weder eine Fernbedienung zur Verfügung hat, noch sich abwenden, in ein Kissen vergraben, oder nach dem Kuscheltier sehen kann. Ja, was tun wir denn dann eigentlich? Die meisten reagieren nicht, unterliegen einfach den Eindrücken, schauen sich gezwungenermaßen das Ganze an und liefern sich so der Gefahr aus, diese innere Anspannung voll auszubaden zu müssen. Dagegen kann man jedoch durch Veränderung der Submodalitäten extrem leicht ankämpfen. Zunächst ist das Abspulen des Films zu stoppen. Wenn du den Film anhälst, bevor er zu „horror-artig“ wird, wird der innere Zustand vor Anspannung bewahrt. Der Kundin sagte ich also, sie möge sich die ersten Szenen ihres Films wieder anschauen… ihn weiterlaufen zu lassen und dann ganz plötzlich, klatschte ich -zur Überraschung meiner Kundin- meine Hände wie für einen schallenden Applaus zusammen. Gleich, nachdem sie sich wieder erholt hatte, bat ich sie, sich ihren Film wieder vom Anfang anzusehen. Dies gelang ihr, aber dann… hatte er einen Riss! Wo, lasse ich den Leser herausfinden!

Erklärungen aus NLP-Sicht

Diese Technik ist eine Mischung aus Ankern und Veränderung der Submodalitäten. Das plötzliche und starke Zusammenklatschen der Hände hat die Kundin regelrecht geankert. An diesem Punkt wagt es das Gehirn nicht, den Film über die entsprechende Sequenz hinaus weiter zu übertragen, wo es diesen externen Input erhielt, der es vom Programm abgelenkte und die laufende Übertragung plötzlich unterbrochen hat. Dies hat schließlich dazu geführt, dass sich die bisherige Wahrnehmung des Sprechens vor Pubblikum buchstäblich verändert hat, nachdem sich die Kundin von einem Horror-Film befreit hat, der auch den besten Redner zum Schaudern gebracht hätte.


Übersetzt von: Dr. Christoph Fuchsbrugger
NLP Master Practitioner & NLP Coach Practitioner
Betriebsjurist, Mediator, Zert. Ausbilder für Mediatoren
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