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23 Mar 2016

Achtung Maus!!!

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Der Kunde beschreibt, dass er sich beim Anblick von Mäusen sehr ekelt. Der Kunde lebt auf dem Lande und obwohl einige Katzen fleissig auf Mäusejagd sind, kommt es immer wieder mal vor, dass er trotzdem die eine oder andere (Feld-)Maus kreuzt und ein weiteres unangenehmes, ekeliges Erlebnis erleidet.

NLP- Intervention

Ich habe den Kunden eingangs gebeten, sich einfach mal in die Situation der Maus zu versetzen. Da jedoch vom Kunden dessen perspektivische Wahrnehmung der Maus so eindeutig negativ erlebt wurde, war es für ihn praktisch nicht möglich, diesen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Es wäre nämlich zumindest interessant gewesen zu sehen, welchen Effekt es bei ihm in dem Moment ausgelöst hätte, wo es ihm gelungen wäre, schnell mal in diese winzige Feldmaus zu schlüpfen und eben diesen versteinerten Riesenmenschen über sich zu haben. Nun, da diese Strategie kein Weiterkommen ermöglichte, habe ich den Kunden gebeten, mir zu beschreiben, wie er denn die Maus mit seinem inneren Auge sehe: der Kunde gibt wider, eine ca. 40 cm große, sehr dunkle Maus zu sehen, mit einem sich hin und her bewegenden, überlangen Schwanz. In solchen Fällen ist als Erstes, das die Belästigung ( hier: den Ekel) auslösende Überflüssige zu beseitigen und, so schien es laut seiner Beschreibung, war es gerade der überlange Schwanz, der einen beachtenswerten Auslöser für die gefühlte Empfindung darstellte. An diesem Punkt bat ich den Kunden den Schwanz zu fokussieren und gleichzeitig habe ich meine Hände sehr fest zusammengeklatscht: für den mit geschlossenen Augen da sitzenden Kunden kam dies echt überraschend. Mit dem Schall in den Ohren, öffnete er gleich seine Augen und in dem Moment forderte ich ihn auf, sich auf die Maus und ihren Schwanz zu konzentrieren. Nun, der Schwanz war verschwunden; die Maus hatte ihren Schwanz verloren! …und seine ekelige Empfindung war gelindert. Kurz: ein Stück weit innerer Frieden zwischen der armen Landmaus und dem Kunden schien erreicht. Weiters erfuhr der Kunde durch die anschließende, schrittweise Veränderung anderer Submodalitäten, wie Größe und Farbe, das Empfinden von Freiheit und Erleichterung.

Erklärungen aus NLP-Sicht

Hinsichtlich des erzeugten Bildes, kann es unter den verschiedenen Einzelheiten solche geben, die respektive mehr oder weniger wichtig erscheinen als andere. Mit dieser Technik wird eine negative Empfindung ausgelöst, die man angesichts eines schönen Gemäldes verspürt, welches durch einen Schnitt durch die Leinwand verunstaltet ist. Mithilfe der Submodalitäten sind wir im Stande, Bildern oder Klängen jene (Bestand-)Teile hinzuzufügen oder zu entfernen, welche eine negative Empfindung auslösen. Beim obigen Beispiel hatte das unvorhersehbare Zusammenklatschen der Hände dazu geführt, dass der Maus der Schwanz glatt abgetrennt wurde. Es geht also um das Entfernen von Etwas, was ein negatives Empfinden auslöst. Und wenn man die Ursache auslöscht, welche Unangemessenes, Negatives entfernt, ist schon ein guter Schritt Richtung Lösung getan, nicht wahr?


Übersetzt von: Dr. Christoph Fuchsbrugger
NLP Master Practitioner & NLP Coach Practitioner
Betriebsjurist, Mediator, Zert. Ausbilder für Mediatoren
Email: [email protected]

 

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